Automobilindustrie
General Motors zieht sich aus weiteren Märkten zurück

Detroit. Nach dem Verkauf der deutschen Tochter Opel will sich der US-Autobauer General Motors (GM) aus weiteren ausländischen Märkten zurückziehen. Die so frei werdenden Mittel will GM in die Märkte investieren, von denen sich der Autobauer größeren Erfolg verspricht. Die Kosten werden den Konzern zunächst im zweiten Quartal mit 500 Millionen US-Dollar belasten, teilte GM am Donnerstag mit. Gleichzeitig setzt der Konzern auf Einsparungen von jährlich bis zu 100 Millionen Dollar.

GM werde seine Produktion von leichten Nutzfahrzeugen in Südafrika an den japanischen Fahrzeughersteller und Partner Isuzu verkaufen. Der Verkauf der Marke Chevrolet werde dort zum Jahresende eingestellt, hieß es weiter. Wie es mit Opel in dem Land weitergeht, darüber führe GM mit dem künftigen Eigentümer PSA derzeit Gespräche, hieß es.

Doch nicht nur in Afrika, auch in Asien streicht GM sein Geschäft zusammen. Indien gilt für die Amerikaner künftig nicht mehr als eigener Markt. In dem Land werde sich der Konzern künftig ausschließlich auf die Produktion von Fahrzeugen für den Export nach Mexiko sowie Mittel- und Südamerika konzentrieren, hieß es weiter. Der Chevrolet-Vertrieb wird Ende Jahres eingestellt. In Singapur will GM zudem seine Zentrale verschlanken, die sich für die regionalen Märkte wie etwa Australien, Neuseeland, Südkorea und Südostasien verantwortlich zeichnet.
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