Bahn hielt Ersatzfahrpläne nicht ganz durch - Pilotenstreik bis Mitternacht
Züge fahren wieder nach Plan

Da die meisten Fluggäste vorab per Mail oder SMS erreicht wurden oder von sich aus umgebucht hätten, gebe es trotz Ausfällen keine Warteschlangen auf den Flughäfen, sagte ein Germanwings-Sprecher am Donnerstag. Bild: dpa
Nach dem Lokführerstreik fährt die Deutsche Bahn wieder nach Plan. S-Bahnen in den Ballungsräumen wie Regionalverkehr rollten im Takt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Mancher Pendler musste sich am frühen Morgen aber noch gedulden. Verspätungen waren der Bahn zufolge über den Tag im Fernverkehr möglich.

Nach Gewerkschaftsangaben standen während des Streiks 85 Prozent der Züge still oder kamen deutlich zu spät. Absolute Zahlen nannte die Gewerkschaft GDL nicht. Die Bahn hatte vor Streikbeginn mit stark ausgedünnten Ersatzfahrplänen reagiert, die sie aber nicht ganz durchhalten konnte. Auch 115 Güterzüge standen nach Bahnangaben am Donnerstagmorgen still. Bislang gebe es keine deutlichen Spuren in den Lieferketten, teilte der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik mit. Er betonte, ein mehrtägiger Ausfall träfe besonders die Kohle- und Stahlindustrie sowie die Branchen Chemie, Bau und Agrar.

Am Donnerstagmittag begann der zwölfstündige Pilotenstreik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings. Rund 100 Flüge mussten bundesweit gestrichen werden. Betroffen waren nach Angaben der Fluglinie rund 13 000 Passagiere vor allem von Inlandsflügen. Die Lufthansa will, dass ihre Piloten später in den bezahlten Vorruhestand gehen - die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit wehrt sich dagegen.
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