Bahn plant Stellenabbau

Die Gütersparte gilt als Sorgenkind der Bahn. Nun zieht Konzernchef Rüdiger Grube die Notbremse - und will Stellen bei DB Schenker Rail abbauen. Archivbild: dpa
Bahnchef Rüdiger Grube hat angesichts anhaltender Verluste bei DB Schenker Rail einen Stellenabbau in der Gütersparte angekündigt. "Wir stellen derzeit das Geschäftsmodell des Schienengüterverkehrs explizit auf den Prüfstand", sagte Grube der Zeitung "Welt am Sonntag". Es gehe darum, die wirtschaftliche Stabilität und die Zukunftsfähigkeit des Konzerns zu sichern. "Es wird auch so sein, dass im Zuge der Umstrukturierung Arbeitsplätze verloren gehen." Konkrete Zahlen nannte Grube nicht.

Er kündigte jedoch an, dass die Schienengütertochter der Deutschen Bahn in diesem Jahr Verluste machen werde. Nach den Streiks der Lokführergewerkschaft GDL seien acht bis zehn Prozent der Kunden nicht zurückgekommen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) appellierte angesichts des drohenden Stellenabbaus an die Politik: "Wir sehen hier auch den Eigentümer in der Pflicht", sagte ein Sprecher am Sonntag. "Da sollte man sich überlegen, wie man da lenkend eingreift, um die Bahn zu stärken."
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