Bahn stellt ICE der vierten Generation vor
Langsamer aber zuverlässiger als der Vorgänger

Berlin. Er fährt weniger schnell als sein Vorgängermodell, soll aber zuverlässiger sein und den Fahrgästen mehr Komfort bieten. Die vierte Generation des ICE, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, soll alles gut machen, was bei drei Vorgängermodellen schief gelaufen ist.

Besonders große Hoffnungen ruhen auf der technisch weiterentwickelten Klimaanlage, stolz sind sie bei der Deutschen Bahn aber auch auf die Stellplätze für Fahrräder, ein neues Beleuchtungssystem oder den Lift für Rollstuhlfahrer. 50 Millionen zusätzliche Fahrgäste will der Konzern mit seinem neuen Zug gewinnen, der die alten ICE 1 und ICE 2 sowie einige IC und EC ab Ende 2017 kontinuierlich ersetzen soll. Nummer 4 wird auch als "neues Rückgrat des Fernverkehrs" bezeichnet.

Infografik: Der neue ICE 4 im Vergleich | Statista

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Bestellt sind zunächst 130 Züge. Dafür zahlt die Bahn rund 5,3 Milliarden Euro. Zunächst aber steht ein 14-monatiger Probebetrieb an. Zwölf Wagen, 830 Plätze, ein Viertel davon in der ersten Klasse. Die hohe Zahl an Sitzen ist möglich, weil die Waggons länger sind und weitgehend auf Schränke für Steuersysteme verzichtet wurde. Dabei wird der ICE 4 langsamer sein als sein Vorgänger und je nach Ausführung 230 bis 250 Stundenkilometer schaffen.

Der ICE 3 fährt bis zu 330 Kilometer pro Stunde. Dafür beschleunigt Nummer vier schneller. Durch die Verteilung der Antriebe auf einzelne Wagen kann die Länge des Zugs bei Bedarf geändert werden. Defekte Wagen können so schneller ausgetauscht werden. WLAN soll auch in der zweiten Klasse kostenlos zur Verfügung stehen.
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