Bahn und GDL setzen Tarifverhandlungen fort
Vorerst kein Streik

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist der angedrohte erneute Streik der Lokführer erst einmal vom Tisch. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und das Unternehmen verständigten sich am Montag auf Eckpunkte einer neuen Tarifstruktur. Beide Seiten hätten ein Verhandlungsprotokoll unterzeichnet, teilten Bahn und GDL mit. Sie setzen die Tarifrunde am Donnerstag fort. Erstmals soll dann über Geld, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen geredet werden.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte, das Zugpersonal brauche neben einer "angemessenen Erhöhung der Einkommen" eine deutliche Entlastung bei den angesammelten Überstunden. Wie von der GDL gefordert, werden in die Verhandlungen auch die Berufsgruppen der Zubegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer, Disponenten/Planer und Trainer einbezogen. Nach Gewerkschafts-Angaben haben beide Seiten festgelegt, dass es "einen Flächentarifvertrag für die GDL-Mitglieder des Zugpersonals geben wird, der in der Struktur den Forderungen der GDL vorbehaltlich einer Gesamteinigung entsprechen wird".

Die Bahn bekräftigte ihr Ziel, die Verhandlungen so zu führen, dass konkurrierende Abschlüsse für ein und dieselbe Berufsgruppe vermieden werden. Der Konzern verhandelt parallel auch mit der EVG.

Die Bahn teilte ebenfalls am Montag mit, sie wolle ihr Fernbus-Angebot deutlich ausbauen. Bis Ende 2016 solle die Zahl der Verbindungen vervierfacht werden. Ein Teil der Busse fährt bisher unter der Marke IC Bus. Künftig sollen alle Fahrzeuge als Berlinlinienbus unterwegs sein. An diesem Unternehmen ist die Bahntochter BEX zu 65 Prozent beteiligt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.