Bauarbeiten am Hallenbad Eschenbach: Landratsamt sieht "keinerlei Schwierigkeiten"
Gerüchteküche um Hallenbad-Baustelle brodelt

An der Fassade des Hallenbads setzt der Landkreis künftig auf verstärkte Dämmung. (Bild: do)

Eschenbach. (do) Am Hallenbad in Eschenbach laufen nicht nur die Bauarbeiten, auch die Gerüchteküche brodelt. Von extremem Zeitverzug und Kostenmehrung will im Landratsamt aber niemand etwas wissen. Nur um wenige Monate soll sich die Eröffnung verzögern.

Von der geplanten Wiedereröffnung in den Herbstferien, mussten die Planer abrücken. Zuletzt sollen im Kreisbauausschuss die Verzögerungen Thema gewesen sein. Auch bei den Bauarbeitern im Hallenbad selbst sind die Verzögerungen ein Thema.

Ein Münchener Unternehmen soll mit den allgemeinen Bauarbeiten im Verzug sein. Zudem ist auf der Baustelle von "raffiniertem Nachtragsmanagement" die Rede: Die Firma soll Ungenauigkeiten in der Ausschreibung dafür nutzen, die Kosten nach oben zu treiben.

"Keinerlei Schwierigkeiten"

Im Landratsamt gibt es für diese Gerüchte allerdings keine Bestätigung. Laut Pressesprecherin Claudia Prößl gebe es "keinerlei Schwierigkeiten". Lediglich die Abbrucharbeiten hätten zu Verzögerungen geführt. Der Einbau der Schwimmbadtechnik sei so gut wie abgeschlossen, auch die Bauarbeiten für die Innengewerke seien im Zeitplan.

Eine Kostenmehrung dementiert die Landkreisverwaltung ebenfalls: "Derzeit bewegen sich die Kosten von 4,5 Millionen Euro im Rahmen, mit einer Kostenüberschreitung rechnen wir nicht." Eröffnen soll das Bad nun zum Jahreswechsel: "Wir rechnen mit einem Probebetrieb in den Weihnachtsferien", sagt Prößl. Mit dem Unterricht könnte im neuen Jahr auch der Normalbetrieb starten.

Teuerstes Projekt im Landkreis

Die Arbeiten laufen seit einem Jahr. Nachdem die Handwerker das Bad zum Rohbau machten, läuft seit einiger Zeit die Modernisierung. Besonders die Innensanierung macht das Projekt zum derzeit teuersten und aufwendigsten im Landkreis: Der Bau erhält moderne Haustechnik und neue Sanitäranlagen. Auch am Becken gab es einziges zu tun.

Ein Zuckerl gönnt der Landkreis den Wellness-Anhängern: eine Dampf-Grotte. Bei den Außenarbeiten steht die Energieeffizienz im Mittelpunkt. Die Fassade wird erneuert, das Dach erhält eine neue Folienkonstruktion.
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