Bauchlandung statt Feuerwerk

Oliver Samwer (Mitte), Vorstandsvorsitzender und Gründer des Berliner Internet-Beteiligungsunternehmens Rocket Internet, Vorstandsmitglied Alexander Kudlich (links) und Finanzvorstand Peter Kimpel halten auf dem Parkett der Wertpapierbörse in Frankfurt beim Börsengang der eine Miniaturausgabe von Bulle und Bär. Bild: dpa

Die Börsengänge von Zalando und Rocket Internet waren als Meilensteine für die deutsche Online-Wirtschaft gefeiert worden. Die Unternehmen nahmen hunderte Millionen Euro ein. Bei Anlegern kamen die Aktien aber schlecht an.

Die Startup-Schmiede Rocket Internet ist bei ihrem mit Spannung erwarteten Milliarden-Börsengang sehr schwach gestartet. Die Aktie schloss am ersten Tag mit 37 Euro tief unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro. Die Aktie des am Vortag gestarteten Online-Händlers Zalando ging am Donnerstag mit 19 Euro aus dem Handel, das war ein Minus von 11,63 Prozent. An ihrem ersten Börsentag am Mittwoch hatte sie auf dem Ausgabepreis von 21,50 Euro geschlossen. Das Geschäftsmodell von Rocket Internet ist es, Internet-Unternehmen aufzubauen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Online-Handel und Dienstleistungen. Die Startup-Produktion ist wie am Fließband organisiert, ein Geschäftsmodell wird schnell in verschiedenen Ländern an den Start gebracht. Rocket-Chef Oliver Samwer verspricht, auf dieser Grundlage weltumspannendes Online-Imperium aufzubauen.

Am Donnerstag zeigte er sich von dem schwachen Start der Aktie unbeeindruckt: Rocket Internet denke langfristig, man sei weder auf den ersten Kurs fokussiert, noch auf den der ersten Monate. Rocket Internet erlöst bei dem Börsengang bis zu 1,6 Milliarden Euro, wenn die beteiligten Banken ihre Mehrzuteilungsoption auf zusätzliche Aktien ausschöpfen.
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