Bauern erwarten Preisrutsch bei Lebensmitteln

Die Verbraucher in Deutschland können aus Sicht der Bauern im neuen Jahr mit günstigeren Lebensmitteln rechnen. Die Preise dürften das Niveau halten, es könne sogar "eher ein Minus" geben, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Donnerstag. Hintergrund ist ein drastischer Einbruch der Weltmarktpreise, der die Geschäftsaussichten der deutschen Landwirte nach drei starken Jahren absacken lässt. Für das laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 rechnet der Bauernverband mit Ergebnisrückgängen im zweistelligen Prozentbereich in allen Sparten. Zuletzt waren die Gewinne aber erneut gestiegen.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr, das bis Ende Juni lief, legte das Unternehmensergebnis pro Betrieb um sechs Prozent auf im Schnitt 67 300 Euro zu. Davon sind noch Investitionen zu finanzieren. Während Milchbauern ein Gewinnplus von 38 Prozent verbuchen konnten, verzeichneten Ackerbauern ein Minus von 23 Prozent. Bei Schweine- und Geflügelhaltern sowie Bio-Höfen schlug ein Zuwachs von sieben Prozent zu Buche. Negativ auf die Preise wirkte sich für die Erzeuger der russische Importstopp für europäische Agrarprodukte aus. In Deutschland gibt es noch 285 000 landwirtschaftliche Betriebe, davon sind rund 70 Prozent in der Tierhaltung tätig.
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