Bauern wehren sich gegen Kritik

Die Bauern in Deutschland wollen gegen die Kritik an ihrer Arbeit in die Offensive gehen. "Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft und Ausrichtung der Landwirtschaft polarisiert sich zunehmend und gibt den Bauernfamilien Anlass zur Sorge", stellte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Dienstag in Erfurt fest. Die Kritik entzündet sich unter anderem an umstrittenen Praktiken in der Tierhaltung wie das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung und den Einsatz von Antibiotika. Zudem wird die Landwirtschaft für hohe Nitratbelastungen in Gewässern und von Umweltschützern für den großflächigen Einsatz von Insektiziden und Herbiziden kritisiert.

Zum Bauerntag heute und am Donnerstag werden rund 600 Delegierte erwartet, die über eine "Erfurter Erklärung" beraten. Im Entwurf wird ein wirksames Konzept gefordert, um den Verlust landwirtschaftlicher Flächen durch den Straßen- und Siedlungsbau einzudämmen. Außerdem wird darin eine Begrenzung der Tierzahl pro Betrieb abgelehnt. Zugleich wird in dem Papier vor "überzogenen Auflagen" für die Düngung der Felder gewarnt.
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