Bayer rechtfertigt Monsanto-Deal
Baumann: Beitrag zur weltweiten Hungerbekämpfung

Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann. Bild: dpa

Leverkusen. Bayer-Chef Werner Baumann wehrt sich gegen Kritik an der Milliardenübernahme des umstrittenen US-Saatgutunternehmens Monsanto. Die Übernahme werde, anders als von Skeptikern behauptet, sogar positive Auswirkungen für die Ernährung der Weltbevölkerung haben, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Gemeinsam können wir noch mehr dazu beitragen, dass im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen satt werden." In Richtung der Vertreter einer Öko-Landwirtschaft sagte er, eine falsch verstandene Agrarwende werde den globalen Nahrungsmangel weiter verschärfen. "Was wir brauchen, sind neue Technologien, mehr Erträge auf den Feldern, eine entsprechende Wirtschaftlichkeit der Agrarbetriebe, und dies bei höchsten Umwelt- und Sicherheits-Standards. Dazu können wir mit Monsanto einen bedeutenden Beitrag leisten." Bayer will das umstrittene US-Saatgutunternehmen kaufen und zahlt dafür inklusive Schuldenübernahme 66 Milliarden US-Dollar (knapp 59 Milliarden Euro). Die Übernahme wird Bayer zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen.
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 18.09.2016 | 23:16  
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