Bayerische Textilindustrie2015 mit Umsatzplus
Zuversicht zurück

Oberschleißheim. In die bayerische Textil- und Bekleidungsindustrie kehrt die Zuversicht zurück. Bei der Mitgliederversammlung des Branchenverbandes in Oberschleißheim verkündete Präsident Christian Heinrich Sandler "deutlich bessere Zahlen" als im Vorjahr. Vor allem die Textilbranche startete 2015 mit einem Umsatzplus von 7,3 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro durch. Wachstumsmotor war der Export, der um 10,5 Prozent zulegte und damit über die Hälfte zum Umsatz beisteuerte. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 7,9 Prozent auf 11 140. Die Geschäftsentwicklung im Bereich Textil sei "voll zufriedenstellend" gewesen, resümierte Sandler.

Für die Bekleidungsbranche treffe dies trotz leichter Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr nicht zu, fuhr Sandler fort. Dort sank der Umsatz um 0,5 Prozent auf unter 2,1 Milliarden Euro. Die Ursache dafür lag ebenfalls im Export, der um 3,6 Prozent absackte. Laut Sandler sei vor allem das Russland-Geschäft praktisch zum Erliegen gekommen. Trotzdem sei die Zahl der Mitarbeiter in den Bekleidungsbetrieben um 0,8 Prozent auf 9396 gestiegen. Nach der aktuellen Konjunkturumfrage rechnen in beiden Sparten vier von fünf Unternehmen für das laufende Jahr mit im Vergleich zu 2015 besseren oder gleichbleibenden Geschäften. Um im internationalen Wettbewerb weiter erfolgreich sein zu können, forderte Sandler die Bundespolitik zum Handeln auf. Erneut kritisierte er die hohen Strompreise. Diese hätten mit weiteren Erhöhung der Umlage für die erneuerbaren Energien eine "kritische Höhe" erreicht.
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