Behörde fordert Nachbesserung von Unterlagen
Flughafen: Wieder wackelt der Starttermin

Auf dem Platz vor dem Terminal des neuen Hauptstadtflughafens lockt der Frühling das Grün aus den Fugen. Es gedeiht gefahrlos, denn wann Passagiere und Rollkoffer kommen, ist ungewiss. Bild: dpa

Schönefeld. Am neuen Hauptstadtflughafen gerät der Zeitplan zur geplanten Eröffnung 2017 immer stärker unter Druck. Das Bauordnungsamt fordert weitere Nachweise sowie Nachbesserungen an den Unterlagen zum Umbau der Brandschutzanlage. Das könnte auch zusätzliche Bauarbeiten im Terminal nach sich ziehen, wie aus einem internen Schreiben des Flughafen-Technikchefs Jörg Marks hervorgeht.

Wie viel Verzug dadurch entsteht, ist noch offen. Die Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens war in den vergangenen Jahren wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen vier Mal verschoben worden. Ursprünglich sollte der Flughafen im Oktober 2011 an den Start gehen. Der Flughafen hatte Mitte Februar mit mehrmonatiger Verspätung einen umfangreichen Nachtrag zum Bauantrag beim Bauordnungsamt eingereicht. Die Papiere regeln Umbauten im Terminal. Auf diese Unterlagen beziehen sich die Nachforderungen der Behörde. Marks betonte: "Wir werden jetzt im Dialog mit der Bauaufsichtsbehörde zu klären haben, welche dieser Feststellungen zwingend vor der Genehmigung gelöst werden müssen oder aber als Forderungen Teil der Genehmigung sein können."

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Behörde den Nachtrag im April genehmigt. Dann wollte er einen konkreten Eröffnungstermin nennen. Bisher hatte der Flughafen lediglich vom zweiten Halbjahr 2017 gesprochen. Etwa vier Monate dieses sechsmonatigen Zeitpuffers sind jedoch verbraucht - zum einen wegen der Pleite der Baufirma Imtech, zum anderen, weil die Arbeit an dem Nachtrag länger dauerte als gedacht.
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