Bei Anruf Betrug

Vorsicht bei vermeintlichen Anrufen von der Bank oder dem Energieversorger: Es könnte sich um einen versuchten Betrug handeln. Bild: hfz

Man denkt immer, ich falle nicht darauf herein. Aber Abzocker am Telefon haben ausgefeilte Methoden: Sie geben sich als bekanntes Unternehmen aus. Oder sie schicken sogar vor dem Anruf einen Ankündigungsbrief.

"Wir haben ein Superschnäppchen für Sie" oder "Sie haben gewonnen": Das sind Nachrichten aus dem Telefonhörer, die im ersten Moment erfreulich sind. Aber oft steckt dahinter die Abzocke argloser Verbraucher. Sie sollen etwas kaufen, Verträge abschließen oder Kontodaten herausrücken - und werden hereingelegt oder gar betrogen. Immer wieder warnen die Verbraucherzentralen vor solchen Maschen: Ein paar Beispiele:

"Tag, Ihr Energieversorger ruft an": Diese Masche ist nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg inzwischen stark verbreitet. Der Anrufer sagt, er handele im Auftrag des Versorgers. Die Opfer lassen sich auf einen Tarifwechsel ein, erfahren aber erst, wenn sie die Vertragsunterlagen mit der Post erhalten, dass sie nicht nur den Tarif, sondern auch das Unternehmen gewechselt haben. Meist zu teureren Konditionen als zuvor.

"Wir schützen Sie": Jeder ist genervt von lästiger Telefonwerbung. Das machen sich manche zunutze und werben als Datenzentralregister mit dem Schutz davor. Dafür stellen sie dann Zahlungsaufforderungen von mehreren Hundert Euro aus. Denn obwohl unerwünschte Werbeanrufe verboten sind, können im Rahmen des Telefonats wirksame Verträge geschlossen werden, erklärt Verbraucherschützerin Julia Rehberg.

"Hurra, Sie haben gewonnen": Ein Anrufer kündigt die direkte Auszahlung eines Gewinns an, dafür braucht er die geheimen Zugangsdaten für das Online-Banking. Vor dieser Masche warnt der Bundesverband deutscher Banken: Niemals solche Informationen herausgeben.

"Nennen Sie Ihre PIN": Der Verbraucher erhält ein vermeintliches Schreiben von seiner Bank, in dem diese ankündigt, sie melde sich, um die Zugangsdaten zum Online-Banking zu überprüfen. Auch das ist eine Masche, denn wie der Bankenverband betont: Ein Bankmitarbeiter wird niemals nach Ihrer kompletten Telefon-PIN, Online-PIN oder einer Transaktionsnummer (TAN) fragen.
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