BGH: Erfahrene Anleger kennen das Risiko

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Banken gestärkt, die erfahrenen Anlegern riskante Finanzwetten vermitteln. Die Richter wiesen die Klage eines Geschäftsmannes ab, der 2008 Währungswetten abgeschlossen und erhebliche Verluste erlitten hatte. Die verklagte Sparkasse habe den Anleger nicht falsch beraten, urteilte der BGH am Dienstag. Sie habe davon ausgehen können, dass dem Anleger aufgrund seiner Erfahrung das Risiko bewusst gewesen sei.

Auch entschied der BGH, dass vermittelnde Banken weniger Aufklärungspflichten haben als die Kreditinstitute, die das Geschäft mit dem Kunden abschließen. Wenn eine Bank nur berate, habe sie keinen "schwerwiegenden Interessenskonflikt", hieß es. In dem Fall war die Sparkasse beratend tätig. Die Finanzwette auf Wechselkursunterschiede hatte der Geschäftsmann vereinbarungsgemäß mit einer Landesbank abgeschlossen. Später verklagte er die Sparkasse auf Schadenersatz und verlor bereits in den Vorinstanzen.
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