Billigflieger setzt auf Expansion
Ryanair mit zwei Maschinen in Nürnberg

Nürnberg. Der irische Billigflieger Ryanair bringt sich bei deutschen Flughäfen als Alternative zu Air Berlin ins Gespräch. Das Wachstum im europäischen Flugverkehr werde "von Ryanair kommen". Für Flughäfen sei es daher "ratsam", den Kontakt zu Ryanair zu suchen, sagte der Chef des Operativen Geschäfts, David O'Brien, am Mittwoch in Nürnberg. Deutschland stehe im strategischen Fokus von Ryanair. "Das Land bietet ein riesiges Potenzial", sagte O'Brien. 2017 strebe das Unternehmen für Deutschland eine 20-prozentige Passagierzunahme an, sagte ein Unternehmenssprecher.

Ryanair eröffnet am Nürnberger Flughafen am 2. November eine Basis mit künftig zwei statt bisher einer stationierten Maschine. Vom Sommerflugplan 2017 böte der irische Billigflieger auf zwölf Routen 56 Flüge an. Zusammen mit der neu eröffneten Basis in Hamburg verfügt Ryanair in Deutschland dann über acht Basen.

Der Geschäftsführer des Nürnberger Flughafens, Michael Hupe, räumte ein, dass bei der Ryanair-Expansion in Nürnberg auch Rabatte bei den Start- und Landegebühren eine Rolle gespielt hätten. Diese seien aber bei allen Fluggesellschaften üblich, die von Nürnberg aus neue Verbindungen anböten. Der Flughafenbetreiber trage damit dem Umstand Rechnung, dass die Fluggesellschaften mit neuen Flugrouten ein gewisses Risiko eingingen.
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