Branche beklagt organisierte Kriminalität am Bau
„Mafiöse Strukturen“

Berlin. Hinter Lohndumping auf dem Bau stecken nach Branchenangaben verstärkt mafiöse Strukturen. "Wir beobachten in der Bauwirtschaft immer öfter Formen der organisierten Kriminalität", sagte Harald Schöer, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, der "Berliner Zeitung". Als Beispiel nannte er Firmen, in denen Beschäftigte bar mit Schwarzgeld bezahlt würden. "Die Arbeiter erhalten keinen Mindestlohn, Steuern und Sozialabgaben werden auch nicht entrichtet", erklärte er. Solche mafiösen Strukturen verbreiteten sich nahezu flächendeckend. Die Stundenverrechnungssätze dieser Unternehmen seien höchstens halb so hoch wie die Stundensätze von Betrieben, die Mindestlöhne oder Tariflöhne zahlten. "In Ausschreibungen sind die legalen Angebote dann nicht konkurrenzfähig", so Schröer.

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