Branche beklagt Sterben der Geschäfte auf dem Land
Schuhe ohne Glanz

Schuhe, so weit das Auge reicht: Auf der GDS in Düsseldorf werden viele Modelle gezeigt. Bild: dpa

Düsseldorf. Der deutsche Schuheinzelhandel beklagt das Sterben von vielen kleinen und mittleren Läden vor allem in ländlichen Regionen. In kleineren Orten sei häufig kein Schuhgeschäft mehr zu finden, sagte die Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels, Brigitte Wischnewski, am Mittwoch in Düsseldorf zum Start der Schuhmesse GDS.

2015 war der Gesamtumsatz des Schuhfachhandels um ein Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zurückgegangen. Die kleineren Händler mussten ein Minus von zwei Prozent hinnehmen. Deutlich wachsen konnte dagegen der Onlinehandel mit Schuhen, der seine Umsätze um sieben Prozent steigerte. Zunehmend würden Schuhe aber auch von anderen Händlern wie etwa den Betreibern von Warenhäusern angeboten, sagte Wischnewski. Bereits etwa die Hälfte des Umsatzes des deutschen Schuhfachhandels wird zudem von den zehn größten deutschen Schuhfilialisten unter Führung der Essener Deichmann-Gruppe erzielt.

Für den Kauf neuer Schuhe gaben Kunden in Deutschland 2015 nach den von dem Verband vorgelegten Zahlen im Durchschnitt weniger Geld aus als im Jahr zuvor. Mit 64,50 Euro pro Paar sei der Durchschnittspreis für ein Paar Damenschuhe im vergangenen Jahr um 95 Cent zurückgegangen.
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