Branche sieht im Streaming ihre Zukunft
Musik aus dem Netz

Nach der CD und digitalen Downloads wittert die Musikbranche im Streaming gute Geschäfte. Bild: dpa
Streaming-Dienste mit Musik aus dem Netz sollen die Zukunft der Plattenbranche sichern. "Das ist ein Geschäft, das wächst und das bleiben wird", sagte Edgar Berger, Chef der Musiksparte Sony Music außerhalb der USA, am Dienstag in London. Dort stellte der Branchenverband IFPI der Musikindustrie seinen Jahresbericht vor. Die Abo-Umsätze aus Streaming-Diensten, bei denen Musik nur aus dem Internet abgespielt und nicht heruntergeladen wird, stiegen im vergangenen Jahr weltweit um 39 Prozent. Die 1,6 Milliarden Dollar, die Streaming-Angebote den Plattenfirmen einbrachten, machen aber immer noch erst gut ein Zehntel des Gesamtgeschäfts aus. 2014 nahm die Branche erstmals mehr mit digital verkaufter oder verliehener Musik ein, als mit CD-Verkäufen. Insgesamt gaben die Umsätze wegen weiter zurückgehender CD-Verkäufe um 0,4 Prozent auf 14,97 Milliarden Dollar nach. In Deutschland, dem weltweit drittgrößten Musikmarkt, stiegen die Erlöse insgesamt um 1,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Hierzulande kommen noch 70 Prozent der Einnahmen noch aus CDs. Neben Deutschland wuchs auch der weltgrößte Markt in den USA um 2,1 Prozent, während die Märkte in Frankreich, Großbritannien und Japan schrumpften.
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