Brüssel lehnt Wiedereinführung ab - Direkte EU-Einkommenshilfen früher auszahlen
Keine neue Milchquote

Billige Milch geht langfristig auf Kosten der Qualität. Bild: dpa
Angesichts des Preisverfalls bei der Milch lehnt EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Wiedereinführung einer Quotenregelung ab. "Wir stimmen alle überein, die Marktorientierung der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik beizubehalten", sagte der aus Irland stammende Kommissar am Mittwoch in Brüssel. Die EU-Quotenregelung für Milch war am 1. April nach mehr als drei Jahrzehnten ausgelaufen. Sie sollte das Angebot begrenzen und das Einkommen der Landwirte sichern.

Beim schon länger angekündigten Sondertreffen der EU-Landwirtschaftsminister am 7. September sollten Sofortmaßnahmen zur Hilfe von Bauern auf den Weg gebracht werden. Der Kommissar ging dabei nicht ins Detail - er habe noch nicht mit allen Ressortchefs gesprochen. Hogan machte deutlich, dass Bauern vor allem in den neuen EU-Mitgliedsländern in der Mitte und im Osten Europas geholfen werden solle. Die Landwirte leiden dort besonders unter dem russischen Importverbot für westliche Lebensmittel. Allein Litauen hatte Hilfen von 50 Millionen Euro gefordert.

Im Gespräch sei, direkte EU-Einkommenshilfen an Landwirte früher auszuzahlen aus üblich, also schon Mitte Oktober statt Anfang Dezember. Laut Hogan fließen jährlich 56 Milliarden Euro aus dem EU-Budget in die europäische Landwirtschaft.
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