Bürgerinitiative Landkreis Neustadt/WN steigt gegen Netzbetreiber Tennet in den Ring
Kampfansage an neue Stromtrasse

Parkstein. (bey) "Bürgerinitiative Landkreis Neustadt/WN sagt Nein zur Monstertrasse". Auf diesen Namen einigten sich die Mitglieder der Initiative. Sie will gegen die Trasse der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) kämpfen, wenn im Herbst Raumordnungsverfahren beginnt.

Nachdem aber das Unternehmen Tennet auch Netzbetreiber der HGÜ-Leitungen sein soll, erhält die Bürgerinitiative zu ihrem Namen noch den Slogan "Wir steigen in den Ring, auch gegen den Ostbayernring".

Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen

Nach der Namensfindung erläuterte Hilde Lindner-Hausner von der "Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen" den Verfahrensstand. Die Gründung der Bürgerinitiative komme nicht zu spät. Im Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren könnten ab Herbst 2015 die Einwendungen geltend gemacht werden. Kreisrätin Sonja Reichold regte an, sich gemeinsam mit bereits bestehenden Bürgerinitiativen anwaltschaftlicher Hilfe zu bedienen. Am 20. August soll Brigitte Artmann, Mitinitiatorin der Bürgerinitiativen, in einer Veranstaltung mit dem Ziel sprechen, weitere Mitglieder zu gewinnen. Übereinstimmung herrschte über ein fehlendes Erfordernis für die "Monstertrasse von Nord- nach Süddeutschland". Das Umweltbundesamt habe 2013 in einer Studie nachgewiesen, dass das Potenzial an "On-Shore-Strom", also vom Landwind, in Deutschland doppelt so groß sei wie der Gesamtstromverbrauch.

Planung von Speichermöglichkeiten

Die dezentrale Stromversorgung im Süden, besonders in Bayern, sei günstiger als Milliarden Euro teure Leitungen für einen Strom, der auch in Kohlekraftwerken erzeugt werde. Nur für verschwindend geringe Leistungsspitzen würden diese HGÜ-Leitungen gebaut. Mit einem geringen Bruchteil der Trassenkosten könnten Speichermöglichkeiten geplant werden.
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