Bund will keinen Garantiezins mehr vorgeben

Die Bundesregierung will bei künftigen Verträgen von Lebensversicherungen keinen festen Garantiezins mehr vorgeben. Zum 1. Januar 2016 werde das Versicherungsaufsichtsgesetz geändert und an die Vorgaben der neuen europäischen Eigenkapitalvorschriften angepasst, sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch. Unter diesem europaweit einheitlichen Aufsichtssystem werde der bisherige Höchstrechnungszins für die Zwecke der Aufsicht nicht mehr benötigt. Die Garantiezusagen der Lebensversicherer beruhten aber auf den Versicherungsverträgen, nicht auf der Verordnung. "Deshalb sind auch weiterhin Garantiezusagen in der Lebensversicherung möglich und Versicherer können trotz des Wegfalls des Höchstrechnungszinses weiterhin Garantieversprechen abgeben." Bisher legt das Ministerium den Garantiezins auf Grundlage von Empfehlungen der Deutschen Aktuarvereinigung und der Bundesfinanzaufsicht Bafin fest.
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