China nimmt Autobauer ins Visier

Chinas oberste Anti-Korruptionsermittler haben den Chef des Volkswagen-Partners FAW festgenommen. Xu Jianyi stehe unter Verdacht "schwerwiegend gegen die Parteidisziplin und Gesetze" verstoßen zu haben. Das teilte die parteiinterne Disziplinarkommission mit. Damit werden in der Regel Korruptionsvorwürfe umschrieben. Im Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen hatte es während der vergangenen Monate bereits Korruptionsermittlungen gegeben.

Das chinesische Staatsfernsehen CCTV hatte in einem Beitrag den Service von Volkswagen, Daimler, Range Rover und Nissan als "minderwertig" gebrandmarkt. Der Vorwurf: Obwohl sich die Probleme einfach beheben ließen, tauschten Mechaniker aufwendig Teile aus und stellten dann den Kunden überteuerte Reparaturen in Rechnung. Volkswagen entschuldigte sich am Montag für jegliche Unannehmlichkeiten. "Wir laden Kunden ein, sich direkt an uns zu wenden, falls sie Probleme mit den Dienstleistungen unserer Händler haben", teilte Volkswagen mit. China ist der wichtigste Markt für VW. Der Konzern hatte zuletzt 36 Prozent seiner Fahrzeuge in China verkauft. Wie alle internationalen Automobilkonzerne muss Volkswagen in China mit einem chinesischen Partner zusammenarbeiten.
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