Chinas Börsen bleiben auf Talfahrt

Die Talfahrt an Chinas Börsen weckt neue Sorgen um den Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Trotz staatlicher Intervention schlossen die Aktienmärkte auch am Dienstag im Minus. Der Composite-Index in Shanghai verlor bis Handelsschluss 1,7 Prozent. Der Component-Index in Shenzhen rutschte um 1,4 Prozent ab.

Experten glauben zwar, dass eine Finanzkrise in China weiterhin unwahrscheinlich ist. Ein anhaltendes Börsenbeben könnte sich aber auf das Wachstum des Landes auswirken. "Wenn es der Regierung nicht gelingt, das Vertrauen in die Märkte wieder herzustellen, wird China sein Wachstumsziel von sieben Prozent bis Ende des Jahres kaum erreichen", heißt es in einer Analyse der australischen ANZ-Bank. "Die Börsenturbulenzen in China zeigen, dass die Zeit weitgehend risikofreier Wachstumsmärkte vorbei ist, und auch massive staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen von zweifelhaftem Nutzen sind", sagte Stefan Mair vom Bundesverband der Deutschen Industrie.
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