Chinesischer Konzern am Ziel
Midea hält an Kuka mehr als 75 Prozent

Der Roboterbauer Kuka hat einen neuen Eigentümer. Der chinesische Konzern Midea hält mehr als dreiveirtel der Anteil. Archivbild: dpa+

Als der chinesische Investor Midea seine Übernahmeoffensive beim Roboterbauer Kuka startete, gab er 30 Prozent als Mindestziel aus. Nun marschiert Midea auf die 80-Prozent-Marke zu und könnte diese noch deutlich übertreffen.

Augsburg. Bereits Stunden vor dem Auslaufen eines Übernahmeangebots für Kuka-Aktien hat der chinesische Investor Midea eine Dreiviertel-Mehrheit bei dem Roboterhersteller erreicht. Wie Midea am Freitag berichtete, halte der Hausgerätehersteller inzwischen 76,4 Prozent an dem Augsburger Unternehmen. Noch bis Freitag um 24 Uhr konnten die Kuka-Aktionäre zunächst ihre Papiere zum Stückpreis von 115 Euro an Midea verkaufen.

Da Midea das Mindestziel von 30 Prozent erreicht hat, gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist von zwei Wochen. Diese soll vom 21. Juli bis 3. August dauern. Bereits vor dem Übernahmeangebot hatte Midea 13,5 Prozent an Kuka gehalten. Seit Mitte Juni hat der chinesische Konzern nun weitere 25 Millionen Aktien aufgekauft, dafür musste Midea bereits knapp 2,9 Milliarden Euro aufwenden. Am Montag will Midea dann bekanntgeben, wie viele Aktionäre letztlich in der regulären Frist das Angebot angenommen haben. Kuka-Vorstandschef Till Reuter hatte am Donnerstag erneut betont, dass sein Unternehmen trotz der chinesischen Mehrheit weiter deutsch bleibe. Kuka habe bayerische Wurzeln und daran sei Midea auch interessiert, sagte er bei der Eröffnung des 60 Millionen Euro teuren Kuka-Technologiezentrums. Kuka hat mit Midea einen bis Ende 2023 gültigen Investorenvertrag geschlossen, um bis zu diesem Zeitpunkt die Unabhängigkeit der Konzernzentrale und alle 12 300 Arbeitsplätze zu sichern.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.