Chronik eines Fehlkaufs: Bayern-LB und die HGAA

Mai 2007: Die Bayern-LB kauft für rund 1,6 Milliarden Euro die Mehrheit an der früheren Kärntner Landesbank.

11. November 2009: Die Bayern-LB gibt bekannt, dass sie wegen der Risikovorsorge für faule Kredite bei der HGAA einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro erwartet.

14. Dezember 2009: Nach langem Poker zwischen Österreich und Bayern geht die HGAA an Österreich zurück und wird notverstaatlicht. Das Debakel kostet der Bayern-LB mehr als 3,7 Milliarden Euro.

5. Mai 2011: Die Staatsanwaltschaft München erhebt wegen des Fehlkaufs Anklage gegen acht Ex-Vorstandsmitglieder. Die meisten Verfahren werden eingestellt

13. Dezember 2012: Die HGAA setzt mit sofortiger Wirkung alle Rückzahlungen von Krediten in Milliardenhöhe an die Bayern-LB aus.

24. November 2013: Die Bayern-LB verklagt die HGAA auf die Rückzahlung von Milliardenkrediten. Das Verfahren dauert noch an.

11. Juni 2014: Wien beschließt, die HGAA-Gläubiger an den Kosten zu beteiligen. Die Bayern-LB soll 800 Millionen Euro leisten und auf Milliarden-Kredite verzichten.

1. März: Alle Schuldenzahlungen werden eingestellt. Davon sind viele deutsche Banken betroffen. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Faule Kredite (38)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.