Claas mit Minus
Landmaschinen-Hersteller macht Verlust von 105,7 Millionen Euro

Mähdrescher und Traktoren von Claas auf der Agritechnica in der Messe Hannover. Archivbild: dpa

Düsseldorf. Gegen den weltweiten Trend vermeldet der Landtechnikhersteller Claas ein kleines Umsatzplus. Während der Gesamtmarkt beim Geschäft mit Mähdreschern und Traktoren seit 2013 um 30 Prozent geschrumpft ist, steigerte das Familienunternehmen aus Harsewinkel seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 um 0,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Das teilte Claas-Chef Lothar Kriszun am Montag in Düsseldorf mit. Unterm Strich verbuchte das Unternehmen auch wegen höherer Steuern ein Minus von 6,5 Prozent auf 105,7 Millionen Euro.

Im zweiten Jahr in Folge musste Claas Wertberichtigungen für sein Werk in Russland vornehmen. Nach 50 Millionen im Vorjahr waren das 2014/2015 Abschreibungen von rund 20 Millionen Euro. Trotzdem blickt das Claas-Management in Russland optimistisch in die Zukunft. Das Werk in Krasnodar stehe kurz vor der Anerkennung als "vaterländischer Betrieb" durch den russischen Staat. Eine Absichtserklärung sei unterzeichnet. Landwirte würden dann bei Käufen von Claas-Produkten mit Subventionen unterstützt. Weltweit sind die Märkte der Landmaschinen-Produzenten seit 2013 rückläufig. In Nordamerika sind zum Beispiel 80 Prozent der Mähdrescher jünger als fünf Jahre. Gleichzeitig gehen die Preise für Produkte in der Landwirtschaft zurück. Ohne Rendite aber investieren die Bauern nicht in Traktoren oder Mähdrescher.
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