Comeback von Omas Matratze
Angemerkt

Erst lohnte sich Sparen nicht mehr, nun könnte es sogar ein richtiges Draufzahl-Geschäft werden. Statt Minimal- drohen dem Otto-Normal-Sparer Strafzinsen. Natürlich nicht, wenn man den Beschwichtigungen allerorts glaubt. Doch das Tabu wurde bei den großen Einlagen gebrochen, der Rest könnte nur eine Frage der Zeit sein.

Viele erinnern sich noch an Sprüche wie "Spare in der Zeit, so hast du in der Not". Jetzt stürzt das Sparen selbst die Leute in Nöte, was sie mit ihrem sauer verdienten Geld anfangen sollen. Es wie Oma unter der Matratze aufzubewahren, wird fast wieder zur Option. Oder auszugeben: Durch das unrentable Sparen sitzt den Deutschen das Geld locker. Das einstige Volk der eisernen Sparer und Häuslebauer ist konsumfreudig wie nie und stützt so die schwächelnde Konjunktur. Die Wirtschaft freut's, die Anleger, die sich im Stich gelassen fühlen, nicht.

tobias.schwarzmeier@derneuetag.de

Wirtschaftsnotizen

Führungswechsel bei Horn

Bei der Horn Glass Industries AG in Plößberg (Kreis Tirschenreuth) steht ein Führungswechsel an. Der Vorstandsvorsitzende Max Sollfrank scheidet laut Mitteilung vom Freitag zum Jahresende auf eigenen Wunsch aus. Sollfrank war 15 Jahre bei Horn, dem Vorstand gehörte er seit 2001 an. Die Vorstände Christoph Jatzwauk und Stephan Meindl bleiben im Amt. Letzterer übernimmt nun den Vorsitz. Horn ist ein traditionsreicher Zulieferer für die Glasindustrie. (nt/az)

Kik: Verdi lässt nicht locker

Bereits seit Montag wird das Zentrallager des Textil-Discounters Kik bestreikt. Bild: dpa
Der Streik im Zentrallager des Textil-Discounters Kik soll auch in der nächsten Woche weitergehen. Das kündigte ein Verdi-Sprecher am Freitag in Düsseldorf an. "Da mehr als die Hälfte der Festangestellten nicht arbeitet, können viele Läden gar nicht oder nur zum Teil beliefert werden", sagte Verdi-Streik-Leiterin Christiane Vogt. Ziel von Verdi ist es, die Anerkennung aller Tarifverträge des NRW-Einzelhandels für die Beschäftigten der Kik-Logistik durchzusetzen. Die Tarifkommission werde kommende Woche von Tag zu Tag entscheiden, wie es weiter gehe, hieß es bei der Gewerkschaft. (dpa)
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