Conti kauft Software-Haus in Erlangen

Der Autozulieferer Continental stärkt sich auf dem Wachstumsfeld "Vernetztes Fahren" mit einem 600 Millionen Euro schweren Zukauf. Der Konzern übernehme den Software-Spezialisten Elektrobit Automotive in Erlangen, teilte Conti am Dienstag mit. Damit stößt die Elektrobit Corporation (EB) aus Finnland ihre Autoindustrie-Sparte ab und konzentriert sich fortan auf die Sparte für kabellose Datenübertragung. Die Erlanger stehen für drei Wachstumsfelder, auf die Conti künftig einen Schwerpunkt setzt: das Auto als Teil des Internets, das Auto als fahrende Sensorsammlung in einer vernetzten Verkehrswelt und das Auto mit wachsenden Autopilot-Funktionen. Laut Conti sollen die 1900 Software-Spezialisten in den Konzern integriert werden.

Der von den Finnen verkaufte Bereich setzte 2014 gut 171 Millionen Euro um, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gut neun Prozent (16 Millionen Euro) der Erlöse blieben dabei als Gewinn vor Zinsen und Steuern übrig. Mit dem Zukauf der EB-Sparte übernimmt Conti auch 51 Prozent der "E.solutions GmbH", einem Gemeinschaftsunternehmen von EB und Audi, das für Volkswagen Software- und Infotainment-Lösungen entwickelt.
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