Conti und FMC im Aufwind

Aktien: Die Aussicht auf weiter billiges Notenbankgeld hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag angetrieben. Der Dax knüpfte an seine moderaten Vortagsgewinne an und schloss 2,68 Prozent höher bei 10 317,84 Punkten. Das Börsenbarometer profitierte damit auch vom schwachen Euro, der Exporte begünstigt. Der MDax zog um 2,12 Prozent auf 19 780,21 Punkte an. Für den TecDax ging es um 2,48 Prozent auf 1718,22 Punkte nach oben. Die Europäischen Zentralbank (EZB) ließ den Leitzins von 0,05 Prozent unverändert. EZB-Präsident Mario Draghi versprach, die Niedrigzinspolitik fortzusetzen, bis die Inflation sich in die gewünschte Richtung entwickle. Dies begünstigt Aktien, da festverzinsliche Anlagen in einem solchen Umfeld kaum eine Rendite abwerfen.

Im Dax sorgten Analystenkommentare für deutliche Kursaufschläge. Die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) zogen um knapp 4 Prozent an, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Für Papiere des Autozulieferers Continental ging es an der Index-Spitze um 4,01 Prozent hoch. Hier half eine Kaufempfehlung von der schweizerischen Bank UBS.

Auch im MDax waren die als konjunktursensibel geltenden Aktien aus der Automobilbranche gefragt. Die Papiere von Leoni, Kuka, Dürr und Rheinmetall gewannen zwischen 3 und 5 Prozent.

Der Eurostoxx 50 kletterte um 2,23 Prozent auf 3270,09 Punkte nach oben. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss 0,75 Prozent höher.

Renten:Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stagnierte bei 0,58 Prozent. Der Rex fiel um 0,05 Prozent auf 138,28 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,59 Prozent auf 154,01 Punkte.

Euro:Der Kurs des Euro fiel. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1229 (Mittwoch: 1,1255) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8906 (0,8885) Euro. (dpa)
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