Datenpanne bei Landesbank-Tochter Bayern-Labo: Massenweise Kontoauszüge an falsche Empfänger geschickt
Falsche Kontoauszüge

Symbolbild: dpa

Störnstein/München. (ui) Der Landesbank-Ableger Labo hat massenweise Kontoauszüge an falsche Empfänger geschickt. „Auf dem Deckblatt stand meine Adresse, aber die drei Blätter innen gehörten einem anderen Störnsteiner“, bestätigte Hans Kraus Gerüchte über die Verwechslung. Mindestens betroffen sind auch ein Schirmitzer und ein Trabitzer (alle Kreis Neustadt/WN).

„Die Techniker klären das gerade. Auch der Datenschutz ist eingeschaltet“, berichtete Labo-Teamleiter Grundsatzaufgaben, Rainer Wimmer, schon am Montagvormittag. Es sehe nach einem Aufbereitungsfehler der Versandmaschinen aus. Bereits am Nachmittag war das Problem intern aufgeklärt.

Die Datenaufbereitung durch die Labo, die ehemalige Bayerische Landesbodenkreditanstalt, sei noch fehlerfrei gewesen. „Der Datenbestand der Labo ist korrekt.“ Der Missgriff beim Versand geschah bei einem externen Dienstleister. Wimmer: „Ich weiß bis zur letzten Stufe, was passiert ist, kann aber nur im Namen der Labo mein Bedauern darüber ausdrücken.“ Der Störnsteiner Labo-Kunde Kraus hat seit 1977 ein Konto bei den Münchnern. Für den Hausbau hatte er dort ein mittlerweile abbezahltes sogenanntes Grenzlanddarlehen aufgenommen. „Ich hoffe, auf eine Erklärung der Bank, was passiert ist.“ Die sollte hoffentlich bis Samstag, aber spätestens am Montag bei ihm im Briefkasten liegen.

Falsche Kontoauszüge vernichten

Betroffen sind mehrere tausend Kunden. „Es handelt sich aber um keine fünfstellige Zahl“, sagte Wimmer. Er bittet darum, die falschen Unterlagen zu vernichten. Zusammen mit dem externen Druckdienstleister arbeitete er am Montag am erneuten Versand der Auszüge zusammen mit einem neuen Infoschreiben und den richtigen Anlagen. Dieses enthält auch die Entschuldigung der Bank. „Der Versand soll möglichst am Dienstag erfolgen.“ Damit alles glatt geht, hat die Labo eine nochmalige Qualitätssicherung aus dem Boden gestampft. Auch für die Zukunft werde man weitere Sicherheitsmaßnahmen überlegen, kündigte Wimmer an. Am Dienstag ist außerdem ein Treffen mit einem Experten des Herstellers der Druck- und Versandmaschinen anberaumt.
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