Der etwas andere Ausklang des Sparkassen-Unternehmertags im Messezentrum Nürnberg
Humor entspannt harten Geschäftsalltag

Nürnberg. (cf) "Ökonomie schlägt Demokratie", "Warum auch kleinere Betriebe eine Chance haben" oder "Öffentliche Fördermittel für Ihre Energieeffizienz": Die "Wissensvorträge" bei der Unternehmer-Konferenz zogen 1350 Mittelständler und Selbstständige ins Messezentrum Nürnberg. Keine Überraschung: Im nüchternen und analytischen "Business" zählt der Humor als "Powerfaktor". Die versammelten Anzugträger - Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Vorstände - verfolgten auf Einladung des Sparkassenverbands Bayern höchst vergnügt einen fröhlichen Vortrag, der ein launiges Ausrufezeichen hinter den Konferenztag setzte.

Dr. med. Roman F. Szeliga versteht sich als eine Art "Humor-Coach". Der Internist - einst Oberarzt in einem großen Wiener Krankenhaus - fordert im Geschäftsalltag Emotion und Intuition ein. Humor sei zwar kein Ersatz für Kompetenz, aber eine Ergänzung und ein Konflikt-Löser. "Durch Humor entstehen zehnmal so viele produktive Ideen wie in einer humorfreien Zone." Außerdem fördere das Miteinander-Lachen (keinesfalls übereinander) Vertrauen und Leistungsbereitschaft.

Dr. Szeliga empfiehlt die "empathische Kommunikation" und die "Wirkung witziger Sprüche". Seine Beispiele aus dem Geschäftsleben sorgten für Stimmung im Auditorium, etwa die Aufforderung eines Bus-Unternehmens an die Fahrgäste: "Personen mit sauberer Unterwäsche bitte nach hinten durchgehen." Das freiwillige Aufrücken stieg dadurch prompt um 85 Prozent. Der Mediziner rechnete vor: 1 Stunde Fernsehen verkürzt das Leben um 22 Minuten, eine Stunde Autofahren um 20 Minuten; eine einzige Minute Lachen verlängert das Leben um 20 Minuten, eine Stunde Sport um 120 Minuten.

Weniger Gründungen

Der Vizepräsident des Sparkassenverbands, Roland Schmautz, bedauerte zuvor bei einer Pressekonferenz, dass das Gründungsinteresse in Deutschland stagniere. "Der Anreiz, sich im Vollerwerb selbstständig zu machen und Unternehmen zu gründen, blieb wegen der guten Arbeitsmarktlage gering." Dieser Trend dürfte sich auch heuer fortsetzen. Die erfolgten Existenzgründungen seien wieder stärker technologisch getrieben. Schmautz bezeichnete die Existenzgründungen im Bereich E-Commerce und IT in Bayern als "verhältnismäßig wenig". Zentrum sei hier die Boom-Region Berlin. Um so mehr freute sich Schmautz über die 300 Nominierungsvorschläge zum Bayerischen Gründerpreis. Die Preisträger (wir berichteten) seien allesamt zielstrebige Entscheidungsträger. Die festliche Preisverleihungs-Gala wird am 7. Juni um 16.30 Uhr in allen bayerischen Lokal-TV-Stationen übertragen.
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