Deutsche Bank
Wolfgang Schäuble mahnt zur Ruhe

epa05576725 German Finance Minister Wolfgang Schauble speaks at a news conference at the IMF Headquarters in Washington, DC, USA, 08 October 2016. The 2016 Annual meetings of the International Monetary Fund and World Bank Group take place 7-9 October. EPA/MICHAEL REYNOLDS +++(c) dpa - Bildfunk+++

Frankfurt/Washington. Angesichts der großen Sorgen um die Deutsche Bank mahnen Politiker und Banker zur Besonnenheit. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte zum Abschluss der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor immer neuen Spekulationen. "Es wird viel zu viel geredet." Ein Großteil der Aufregung werde durch das Gerede erzeugt, sagte Schäuble am Samstag. Berichte verschiedener Medien, Deutsche-Bank-Chef John Cryan habe seine Teilnahme an der IWF-Tagung zu Verhandlungen mit hochrangigen Vertretern des US-Justizministeriums genutzt, wurden weder von der Bank noch vom Ministerium kommentiert. Deutschlands größtem Geldhaus droht in den USA eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar (etwa 12,5 Milliarden Euro) in Vergleichsverhandlungen um Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise. Die Aktie stürzte jüngst auf ein Rekordtief, hat sich aber zuletzt wieder etwas erholt. Die Sorge ist groß, die Rückstellungen der Bank könnten für die drohende Strafe nicht reichen - zumal der Fall nicht die einzige juristische Baustelle ist.

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