Deutsche Post weitet Angebot aus - Konkurrenten planen Alternative
Paketkästen für Mietshäuser

Seit 2014 gibt es von der Post Paketkästen für Einfamilienhäuser. 2016 will das Unternehmen auch Kästen für Mietshäuser auf den Markt bringen. Archivbild: dpa
Die Deutsche Post will Paketkästen für große Wohneinheiten auf den Markt bringen. Das solle die Zustellung für große Kundengruppen vereinfachen und die Kosten durch vergebliche Zustellversuche reduzieren, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

"Bis zum ersten Quartal 2016 werden wir die Paketkastenanlage zur Serienreife weiterentwickeln", bestätigte eine Konzernsprecherin der Zeitung. Die Pilotprojekte in Berlin und Dortmund verliefen vielversprechend. Daran nähmen etwa 500 Mieter in Häusern des Projektpartners Vonovia, der früheren Deutschen Annington, teil. Mit weiteren Immobiliengesellschaften sei die Post im Gespräch. Vor anderthalb Jahren hatte das Unternehmen mit seinem Paketkasten für Einfamilienhäuser begonnen, zu dem allerdings nur DHL-Zusteller Zugang haben.

Die Post-Konkurrenten DPD, GLS und Hermes rechnen sich daher gute Chancen für ihr Alternativangebot aus: einen für alle Anbieter offenen Paketkasten. Den wollen die Paketdienste laut Zeitung im Oktober präsentieren. Für die Paketbox habe das Trio das Gemeinschaftsunternehmen Parcel-Lock GmbH gegründet, das sich um die Software kümmert, die die Zusteller mit den digitalen Codes für den Zugang versorgt, und den Kasten vermarktet. Die Kunden können darin auch ihre Retouren deponieren, damit sie der Zusteller wieder mitnimmt. Mit dem Marktstart sei erst im neuen Jahr zu rechnen.
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