Deutscher Außenhandel überrascht im Mai
Kräftiges Export-Plus

Die Konjunkturerholung und der schwache Euro haben die deutsche Exportwirtschaft im Mai überraschend stark angetrieben. Die Unternehmen lieferten Waren im Wert von 95,9 Milliarden Euro in alle Welt und damit 4,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum April stiegen die Ausfuhren um 1,7 Prozent. Bankvolkswirte hatten dagegen im Schnitt mit einem Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet.

Die Exporte in die EU und den Euroraum legten binnen Jahresfrist besonders kräftig zu. Die Ausfuhren in Staaten außerhalb der EU erhöhten sich ebenfalls, allerdings weniger stark. Getragen wurde der Zuwachs in Europa nach Angaben des Außenhandelsverbandes BGA vor allem von der Nachfrage aus Frankreich, Italien und Spanien. "Nach einer langen Durststrecke stimmt uns dies auch optimistisch für das nächste halbe Jahr", betonte BGA-Präsident Anton F. Börner. Die positiven Entwicklungen in anderen Staaten zeigten, dass sich Reformanstrengungen lohnten.

Da die Exporte auch im Mai stärker stiegen als die Einfuhren, dürfte der Außenhandel im zweiten Quartal nach Einschätzung von Volkswirten unter dem Strich wieder zum Wirtschaftswachstum in Deutschland beitragen. In den ersten fünf Monaten steht ein Importplus von 2,3 Prozent, während die Exporte deutlich stärker um 5,7 Prozent zulegten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Wiesbaden (403)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.