Die Profiteure der Bahnstreiks

Hunderte Fahrgäste dürften in den vergangenen Tagen auf Bus, Mietwagen, Flug oder Mitfahrgelegenheiten umgebucht haben. Der Betreiber MeinFernbus etwa schicke 150 Busse zusätzlich auf die Straße, das entspreche 130 Fahrten pro Tag, so eine Sprecherin. Ein Sprecher des Konkurrenten DeinBus sagt: "Wir haben doppelt so viele Passagiere wie sonst im Bus." Der größte Nutzen sei der Imagegewinn für die Fernbusse am Wochenende. Bei DeinBus.de gab es allerdings schlechte Nachrichten: Der Fernbus-Pionier musste am 4. November Insolvenz anmelden - vor Beginn der erneuten Streiks.

Auch Mitfahrzentralen verzeichneten eine höhere Nachfrage. Die Preise seien stabil bei 5 bis 7 Euro pro 100 Kilometer geblieben, sagt ein Sprecher von "mitfahrgelegenheit.de". An einem normalen Freitag würden 100 000 Plätze gebucht. In der vergangenen Woche seien es mehr als 250 000 gewesen.

Mietwagenfirmen wie Sixt und Europcar sprachen von einer höheren Nachfrage, ohne Zahlen zu nennen. Einzelne Stationen seien ausgebucht gewesen, sagt eine Sixt-Sprecherin. Der Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, Thomas Grätz, spricht von 40 bis 50 Prozent mehr Geschäft bei den Taxifahrern. (dpa)
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