Dienste für direktes Abspielen im Netz sorgen für Plus - CD-Nachfrage sinkt langsam
Streaming befeuert Musikmarkt

Im deutschen Musikmarkt gibt es dank neuen Online-Diensten erstmals seit Jahren wieder ein deutliches Wachstum. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 4,4 Prozent auf 686 Millionen Euro, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Dienstag mitteilte.

Den Ausschlag gaben Streaming-Angebote, bei denen die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Ihre Einnahmen in Deutschland schossen im Jahresvergleich um mehr als 87 Prozent hoch. Ihr Anteil am Gesamtmarkt stieg dadurch auf 12,8 Prozent von 7,7 Prozent vor einem Jahr. "Man sieht jetzt wirklich, wie das Streaming-Geschäft in Gang kommt", sagte Verbandschef Florian Drücke.

Gewinn durch Musik-Abos

Dabei kommen die Erlöse vor allem aus Abo-Modellen mit monatlichen Zahlungen: "Das Geld wird maßgeblich im Premium-Bereich verdient."

Die Umsätze mit der CD sanken um 3,3 Prozent. Sie trägt aber nach wie vor den Großteil des deutschen Musikgeschäfts mit einem Anteil von 60,6 Prozent. "Es gibt weiterhin sehr viele Menschen in Deutschland, die die CD mögen", sagte Drücke.

Die Branche rechne damit, dass die Verkäufe der Silberscheiben zwar weiter zurückgehen dürften - aber langsam, während sie in anderen Märkten wie den Vereinigten Staaten steil absackten.
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