DIHK: Russland-Krise schlägt "voll ins Kontor"
Sorgen um Ostgeschäfte

Der Absturz der russischen Wirtschaft trifft deutsche Unternehmen nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hart. "Die wirtschaftlich desolate Lage in Russland schlägt voll ins Kontor der deutschen Wirtschaft", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Mittwoch in Berlin.

Über 90 Prozent der in Russland aktiven Firmen rechneten im laufenden Jahr mit noch schlechteren Geschäften. 2014 war der deutsche Russland-Handel bereits um ein Fünftel geschrumpft. Die Wirtschaft unterstütze die politischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts. Zugleich warb Wansleben aber dafür, die Kontakte nach Russland nicht abreißen zu lassen und in Branchen, die nicht von den Sanktionen betroffen sind, weiter eng zusammenzuarbeiten: "Wir setzen auf Dialog, aber auch aufs Geschäft." Dank des niedrigen Ölpreises, des schwachen Euro und der Mini-Zinsen erwartet die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr trotz der Probleme mit dem Russland-Geschäft ein etwas stärkeres Wachstum. Der DIHK hob am Mittwoch seine Wachstumsprognose für 2015 von 0,8 auf 1,3 Prozent an.

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http://www.dihk.de
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