"dm" drückt auf die Tube
Angemerkt

Mogelpackungen sind beim täglichen Einkauf gang und gäbe. Übergroße Verpackungen, die einen schrumpfenden Inhalt kaschieren, Angaben von Stückzahlen statt des Gewichts, kleinere, aber kaum verbilligte "Senioren-Portionen" oder geänderte Dosiervorgaben, durch die mehr gebraucht wird - die Tricks der Hersteller sind vielfältig und lukrativ. Der Verbraucher zahlt regelmäßig drauf.

Das hätte er auch bei der Zahncreme, die "dm" nun aus dem Sortiment genommen hat. Ein ungewöhnlich schneller und radikaler Schritt. Für die größte Drogeriekette Deutschlands, an der die Lieferanten kaum vorbei kommen, bedeutet dieser jedoch kaum ein Risiko. Egal, welche Motive auch dahinter stehen: Für den Verbraucher ist es positiv. Hier wird Marktmacht einmal in seinem Sinne ausgespielt. Für den angeprangerten und unter Druck stehenden Zahncreme-Hersteller heißt es dagegen: Mund abwischen und nachbessern.

tobias.schwarzmeier@derneuetag.de

Wirtschaftsnotizen

Flughäfen: Mehr Passagiere

Immer mehr Menschen beginnen ihre Reise von deutschen Flughäfen. Im ersten Halbjahr 2015 stieg die Zahl der abgereisten Passagiere trotz der Pilotenstreiks um 2,1 Millionen oder 4,4 Prozent auf 50,3 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. "Das ist ein neuer Höchststand, die Zahl der Flugpassagiere steigt stetig." Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2010 wurden auf deutschen Flughäfen 43,3 Millionen Abreisende gezählt, von Januar bis Juni 2005 waren es noch 39,1 Millionen. Wachstumstreiber im ersten Halbjahr war vor allem der Auslandsverkehr: Das Passagieraufkommen ins Ausland legte um 5,1 Prozent auf knapp 39,1 Millionen zu, im Inland um 2,0 Prozent auf 11,3 Millionen. Die Fluggastzahlen nach Asien stiegen um 8 Prozent, nach Russland gingen sie dagegen kräftig um 15,6 Prozent zurück. (dpa)

Uber testet Roboter-Taxis

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber forciert seine Arbeit an selbstfahrenden Autos. Das Start-up gab eine Kooperation mit der Universität von Arizona bekannt, bei der es unter anderem um Karten zur Abrechnung und optische Sensoren gehen soll. Zudem sollen Ubers Spezialfahrzeuge in dem US-Staat zum Erstellen digitaler Karten getestet werden. Die Firma aus San Francisco macht keinen Hehl aus ihrer Arbeit an eigenen Kartendiensten und automatisierten Autos. Es gab bereits eine Partnerschaft mit dem Robotik-Labor der Universität Carnegie Mellon in Pittsburgh (Pennsylvania), einem Vorreiter bei selbstfahrenden Fahrzeugen. Sie führte dazu, dass auf einen Schlag rund 40 Forscher einen Job bei Uber annahmen. (dpa)
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