Druck auf die GDL

In der GDL sind nach Gewerkschaftsangaben rund 80 Prozent der Lokomotivführer der Deutschen Bahn sowie Zugbegleiter organisiert. Archivbild: dpa

Bei der Bahn geht das Bangen erst einmal weiter. Kommen sich die beiden Gewerkschaften näher? Scheitert ein Spitzengespräch mit dem Konzern, drohen neue Streiks.

Vor einem Spitzengespräch über den Tarifkonflikt bei der Bahn hat die größere Gewerkschaft EVG den Druck auf die kleinere Lokführergewerkschaft GDL erhöht. "Gemeinsame Verhandlungen machen nur dann Sinn, wenn damit auch die gleichen Ziele verfolgt werden", sagte der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kircher, am Dienstag.

Ergebnisse des Treffens mit Kirchner, GDL-Chef Claus Weselsky und Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber wurden am Dienstagabend erwartet. Keiner der drei Beteiligten wollte Ort und Zeit des Treffens nennen. Kirchner bekräftigte das Ziel der EVG: "Wir wollen keine Spaltung der Belegschaft und halten deshalb daran fest, dass für alle Berufsgruppen am Ende gleichlautende Tarifverträge gelten." Vorbild dafür seien etwa die gemeinsamen Verhandlungen von Verdi und dem Beamtenbund DBB. Diese schlössen stets gleichlautende Tarifverträge ab. Die GDL will eigene Tarifverträge für ihre Mitglieder beim gesamten Zugpersonal durchsetzen - etwa für Zugbegleiter oder für Lokrangierführer. Für die Lokführer hat die GDL das bereits vor Jahren erreicht. Das Spitzengespräch vom Dienstag sollte den Weg zu gemeinsamen Tarifverhandlungen ebnen.
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