Durchschnittlich 20 Prozent mehr - Zusätzlicher Aufschlag für strukturschwache Regionen
Bayerns Feuerwehren erhalten höhere Förderung

Starkregen hatte 2011 diesen Einsatz in Ammersricht ausgelöst. (Archivbild: Hartl)
München. (jum) Bayerns Feuerwehren erhalten rückwirkend zum 1. März 2015 eine um durchschnittlich 20 Prozent höhere Förderung für die Anschaffung von Fahrzeugen und Einsatzgeräten sowie den Bau und die Modernisierung von Gerätehäusern. In den strukturschwachen Regionen mit besonderem Handlungsbedarf - dazu gehört die Oberpfalz mit Ausnahme der Landkreise Regensburg und Neumarkt - kommt sogar noch ein fünfprozentiger Aufschlag dazu.

"Damit setzen wir ein strukturpolitisches Signal für den ländlichen Raum", erklärte Innenminister Joachim Herrmann bei der Bekanntgabe der Neuerungen in München. Die jährliche Feuerwehrförderung des Freistaats steigt damit um 6,5 auf knapp 40 Millionen Euro.

"Echter Mehrwert für die Kommunen"

Für ein rund 250.000 Euro teures Standardlöschfahrzeug erhöht sich damit zum Beispiel die Förderung in der nördlichen Oberpfalz von zuletzt 73.000 auf knapp 93.000 Euro. Den Differenzbetrag müssen die Standortkommunen der Feuerwehren finanzieren. Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl, sprach von einem "Sprung nach oben" in der Förderung.

Damit werde deutlich mehr ausgeglichen als die Preissteigerungen seit der letzten Erhöhung 2012. Die neuen Fördersätze von durchschnittlich 35 Prozent seien ein "echter Mehrwert für die Kommunen". Die bayerischen Feuerwehren könnten sich damit leichter "modernstes Gerät und optimale Ausrüstung" für ihre etwa 260.000 Einsätze im Jahr anschaffen.

Neue Richtlinien für Förderung

Neben der Erhöhung der Zuschüsse hat die Staatsregierung Änderungen an den Förderrichtlinien vorgenommen. So erhalten Kommunen beim Bau von gemeinsamen Atemschutzwerkstätten und -übungsanlagen einen Förderaufschlag von 10 Prozent. Neu in die Förderung aufgenommen wurde ein neues Kombinationsfahrzeug für Löscheinsätze und den Transport von einsatzbezogener Ausrüstung.

Dies helfe vor allem kleineren Gemeinden, für die sich der Kauf von zwei getrennten Fahrzeugen oft nicht lohne, so Herrmann. Bei Trägerfahrzeugen werden künftig auch dreiachsige Modelle gefördert. Aufgestockt werden zudem die Zuschüsse für den Bau von Stellplätzen an Feuerwehrhäusern. Damit werde den Unfallverhütungsvorschriften sowie den Trend zu immer größeren Fahrzeugen Rechnung getragen, erläuterte Herrmann.
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