Ein Bekenntnis zur Region

Den IGZ-Inhabern Wolfgang Gropengießer und Johann Zrenner (von links) machte Architekt Peter Brückner ein hintersinniges Geschenk zur Einweihung: Die historische Wanduhr zeigt analog die Zeit, über den Schlüssel dazu lässt sich die Zeit "aufziehen". "Möge der Klang des Pendels allen ihre Zeit geben." Bild: Grüner

Ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Firma IGZ: Das IT-Unternehmen feiert die Einweihung ihrer nunmehr vierten Software-Scheune. Freuen darf sich auch die Marktgemeinde Falkenberg.

Falkenberg. (cf) Von der rasanten Entwicklung des auf SAP-Software spezialisierten Unternehmens profitiert der malerische Ort im Landkreis Tirschenreuth nicht nur über die Gewerbesteuer. Die Inhaber Wolfgang Gropengießer und Johann Zrenner überreichten beim Festakt an Bürgermeister Herbert Bauer einen Scheck über 50 000 Euro für die Modernisierung der Burg Falkenberg. Für die Marktgemeinde stellt das Großprojekt einen finanziellen Kraftakt dar.

Dreimal unter Bayerns am stärksten wachsenden Firmen ("Best 50"), 250 Beschäftigte (davon die Hälfte Akademiker), SAP-Software für die Produktionssteuerung nach den Wünschen der Kunden: Als die Brüder Gropengießer und Zrenner 1999 ihre Firma im elterlichen Bauernhof gründeten, hätten sie sich einen solchen Geschäftsverlauf nicht träumen lassen. Die vierte Erweiterung für knapp 10 Millionen Euro beinhaltet auch ein hochwertiges Betriebsrestaurant mit Zoiglstube.

Das renommierte Architekturbüro Brückner + Brückner setzte die bodenständig-futuristischen Gebäude in vier Bauabschnitten kreativ und stimmig zusammen. Gropengießer betonte am Freitag bei der Begrüßung im klimatisierten Festzelt das optimale Arbeitsumfeld für die Beschäftigen.

Architektonische Qualität

Die Erweiterung erfolgte bei laufendem Betrieb. Architekt Peter Brückner sah die besondere Herausforderung darin, die "immateriellen Prozesse" (Software) architektonisch sichtbar zu machen. Mit den heimischen Baumaterialien Holz, Stein und Glas will Brückner "Mut zu besonderer architektonischer Qualität für Mitarbeiter, Kunden und Gäste" demonstrieren.

Mit einer recht allgemeinen Video-Botschaft rückte sich Finanzminister Markus Söder ins Bild, ohne darin die IGZ ein einziges Mal zu erwähnen. Der Freistaat stehe an der Seite des Mittelstands. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß sah in der IGZ-Investition ein "Bekenntnis zur Region". Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler zeigte sich stolz darüber, "solch ein Unternehmen im Landkreis Tirschenreuth zu haben".

Der Geschäftsführer des IHK-Gremiums Weiden, Florian Rieder, bezeichnete IGZ als "das Unternehmen für SAP-Anwendungen im deutschsprachigen Raum".


Am Freitag wurde in Falkenberg die Softwarescheune 4.0 der IGZ eingeweiht. Bilder: Norbert Grüner
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