Ein Drittel des Einkommens für die Miete

Die Miete frisst in deutschen Haushalten im Schnitt ein Drittel des Einkommens. In den vergangenen zehn Jahren sei die Wohnkostenbelastung um rund drei Prozentpunkte gestiegen, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GDW), Axel Gedaschko, am Mittwoch in Berlin. Schuld daran seien weniger hohe Kaltmieten, als höhere Energiekosten. Mit den von der schwarz-roten Bundesregierung geplanten Regulierungen für die Wohnungswirtschaft sei das Mieten-Problem daher kaum lösbar.

Die Kosten seien auch deshalb gestiegen, weil sich die Bürger in Deutschland größere Wohnungen leisteten, sagte Gedaschko weiter. So habe beispielsweise ein Mieter im Westen Deutschlands 1990 noch im Schnitt 51 Quadratmeter gehabt, inzwischen seien es mehr als 56. Zwei Drittel der Bürger leben nach Zahlen der Wohnungswirtschaft in Gegenden, in denen sich die Mieten kaum verändern oder leicht zurückgehen. Acht Prozent dagegen hätten mit Steigerungen von mehr als sechs Prozent zu kämpfen. Beim Neubau befürchtet die Wohnungswirtschaft eine abflauende Konjunktur. Das liege vor allem an den Baukosten, die seit der Jahrtausendwende um 30 Prozent gestiegen seien.
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