Eine weitere Modekette der Unternehmerfamilie Wöhrl hat Probleme
SinnLeffers beantragt Insolvenz

Hagen. Die Modekette SinnLeffers ist zahlungsunfähig und hat einen Insolvenzantrag gestellt. "Um die SinnLeffers GmbH ... dauerhaft wettbewerbsfähig positionieren zu können, ist eine leistungs- und finanzwirtschaftliche Sanierung im Wege eines gesteuerten Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung erforderlich", teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel sagte: "Wir sind überzeugt, dass durch die Eigenverwaltung der Fortbestand der SinnLeffers GmbH gesichert ist und der Großteil der vorhandenen Arbeitsplätze erhalten werden kann." SinnLeffers habe einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt, hatten die Zeitschrift "Textilwirtschaft" und das "Westfalen-Blatt" zuvor berichtet.

Aktuell gibt es 22 SinnLeffers-Filialen in Deutschland, eine davon in München. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 1400 Mitarbeiter. Eigentümer von SinnLeffers ist die Unternehmerfamilie Wöhrl. Das Hagener Unternehmen ist mit der Modehauskette Wöhrl, die ebenfalls ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt hat, aber weder kapitalrechtlich- noch gesellschaftsrechtlich verbunden, wie Göbel betont. Der Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel und Textildiscounter bringt klassische Modehäuser in Turbulenzen. Branchenkenner rechnen damit, dass weitere Firmen in Schwierigkeiten geraten.
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