Einer der wichtigsten künstlichen Schifffahrtswege

Der Suezkanal ist einer der wichtigsten künstlichen Schifffahrtswege weltweit. Der Bau begann 1859 unter der Leitung des französischen Diplomaten und Ingenieurs Ferdinand de Lesseps. Zehntausende ägyptische Arbeiter schufteten unter brutalen Bedingungen zehn Jahre lang bis zur Fertigstellung. Im November 1869 wurde der Kanal feierlich eröffnet.

Die Aktien der Suezkanal-Gesellschaft waren zunächst zwischen Frankreich und Ägypten aufgeteilt, 1875 erwarb Großbritannien den ägyptischen Anteil. 1956 verstaatlichte der damalige ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser den Kanal. Infolge des Sechs-Tage-Kriegs mit Israel 1967 blieb die Wasserstraße jahrelang geschlossen. Erst 1975 wurde sie für den internationalen Schiffsverkehr wieder freigegeben.

Der Kanal, der bislang überwiegend nur in eine Richtung befahren werden konnte, wurde immer wieder ausgebaut, um größeren Schiffen die Passage zu ermöglichen. 2014 passierten 17 148 Schiffe (2013: 16 596) den Kanal. Nach Angaben der Kanalbehörde wurden 822 Millionen Tonnen Fracht (2013: 754 Millionen Tonnen) durch den Kanal transportiert. (dpa)
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