Einigung in nächtlichen Gepsrächen
VW: Neuer Haustarif und neue Strategie

Matthias Müller. Bild: dpa

Wolfsburg/Hannover. Die 120 000 Beschäftigten im VW-Haustarif erhalten mehr Geld. Die Tarifeinkommen steigen von September an um 2,8 Prozent und ab August nächsten Jahres um weitere 2 Prozent. Damit kopiert Volkswagen im Wesentlichen die jüngst erfolgte Einigung im Flächentarif der Metallbranche. Statt einer Einmalzahlung von 150 Euro fließen im VW-Haustarif jedoch in diesem Jahr 200 Euro als Zuschuss für die Rente, wie die IG Metall und die VW-Arbeitgeber am Freitag in Hannover mitteilten. Der neue Vertrag läuft bis Ende Januar 2018 und ist mit 20 Monaten Laufzeit einen Monat kürzer als in der Fläche. Zudem verlängerten die Tarifparteien die Altersteilzeitregel bis 2022. Der VW-Haustarif ist der größter Firmentarif in Deutschland. Er gilt in den sechs VW-Werken Emden, Hannover, Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig und Kassel sowie bei der Finanztochter aus Braunschweig.

Am Freitag sprach Konzernchef Matthias Müller bei einer Managertagung vor Führungskräften in Wolfsburg über die neue Strategie 2025. Der dpa lagen Auszüge der Rede vor. Demnach sagte er, angesichts der drohenden Milliardenkosten infolge der Abgas-Manipulationen müsse vor allem die Kosteneffizienz "deutlich verbessert werden". Grundlage dafür sei es, dass die Marken im Konzern mehr Verantwortung übernehmen. "In Zukunft werden Entscheidungen bei uns jeweils dort fallen, wo sie am sinnvollsten getroffen werden können", sagte Müller. Der Konzern habe primär eine steuernde und integrierende Funktion. Weiter sagte Müller, VW werde in Kürze "ein rechtlich eigenständiges, konzernübergreifendes Unternehmen gründen". Ziel sei es, das Geschäft rund um Mobilitätsdienste voranzutreiben. Wann die neue Strategie der offizielle vorgestellt wird, ist offen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.