Eintracht bei Spaltung
Alle Eon-Aktionäre mit Aufteilung einverstanden

Johannes Teyssen. Bild: dpa

Essen. Deutschlands größter Stromkonzern Eon steuert mit breiter Zustimmung seiner Aktionäre auf die Aufspaltung in "alte" und "neue" Energien zu. Alle Stimmrechtsberater der Großaktionäre hätten Einverständnis mit dem Plan signalisiert, sagte Konzernchef Johannes Teyssen am Mittwoch.

Erstmals habe es seit langem keinen Gegenantrag gegeben. Teyssen versprach den Aktionären mit der radikalen Neuausrichtung bessere Zukunftschancen. Schon seit dem Jahresbeginn greift im Tagesgeschäft die Aufspaltung. Die unter einem rasanten Preisverfall leidenden Kohle-, Gas und Wasserkraftwerke sowie der Energiehandel sind in der neuen Tochter Uniper abgetrennt. Der Eon-Mutterkonzern konzentriert sich auf erneuerbare Energien, Netze sowie Vertrieb und Verkauf von Strom.

Im Herbst sollen gut 53 Prozent der Uniper-Aktien über die Börse an die Eon-Anteilseigner gegeben werden. Mittelfristig will Eon die übrigen Anteile verkaufen. "Eon und Uniper können sich künftig ganz auf ihre jeweiligen, sehr unterschiedlichen Märkte konzentrieren", sagte Teyssen. Der Hauptkonzern mit rund 40 000 Beschäftigten habe künftig "eine ausgewogene und feste Basis". Allerdings sah etwa Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz große Risiken gerade für Uniper. Der abgespaltene Teil sei eine riskante Wette auf wieder steigende Strompreise.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.