Eisenbahngewerkschaft EVG legt 16-Punkte-Liste vor - Mögliche Streiks zu Ostern
Neue Forderungen an Bahn

Die Schokohasen deuten mögliche Streiks zu Ostern an: "Wir können auch anders als nur süß!" Bild: dpa
In der Tarifrunde bei der Deutschen Bahn gibt es neue Schwierigkeiten. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) habe eine neue Forderungsliste mit 16 Punkten auf den Tisch gelegt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Forderungen für rund 160 000 Beschäftigte seien "sehr umfangreich", sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber.

EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner sagte, es gehe dabei um familienfreundliche Arbeitszeitregelungen sowie um Schicht- und Dienstplanung. Beide Seiten wollen die Verhandlungen am 25. März fortsetzen.

Noch viel Gesprächsstoff

In Detailfragen habe man sich angenähert, bilanzierte die EVG. Beide Seiten kämen "Schritt für Schritt voran", meinte Weber. Es gebe aber zum Forderungskatalog "noch erheblichen Klärungsbedarf - in der Sache, aber auch in der Frage, was wirtschaftlich machbar ist". Ziel des Unternehmens sei es, "bis Ostern zu weiteren Ergebnissen zu kommen". Die EVG war mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Geld in die Tarifrunde gegangen. Vor Gesprächsbeginn wies sie symbolhaft auf mögliche Streiks zu Ostern hin: Sie überreichte Schokohasen mit Sprüchen wie "Wir wollen keine faulen Eier".

Die Bahn hatte im Oktober der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine dreistufige Einkommenserhöhung um fünf Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit angeboten.
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