Eltern können versehentliche Anrufe von Kindern verhindern
Smartphone als Spielzeug

Gerade mal neun Monate alt ist dieses Mädchen - trotzdem ist das Interesse für Smartphones schon enorm. Damit keine unfreiwilligen Anrufe abgehen, können Eltern einiges unternehmen. Bild: hfz
Es ist schnell passiert: Der Nachwuchs spielt mit dem Smartphone und entdeckt die Telefon-App. Plötzlich spricht am anderen Ende der Leitung ein Mann Arabisch - durch zufälliges Tastendrücken wurde eine Nummer in Algerien angerufen. Damit das nicht wieder vorkommt, können Eltern einige Maßnahmen ergreifen.

"Sie können ihr Telefon mit einem Sicherheitscode oder über den Fingerabdrucksensor sperren", sagt Monika Klein von der Fachzeitschrift "Connect". Der Nachteil: Ist das Telefon so geschützt, kann der Nachwuchs auch nicht spielen oder Filme ansehen. Nur die Telefonfunktion zu sperren, bieten die drei Mobilplattformen Android, iOS und Windows Phone ab Werk nicht an. Eltern können sich aber ein wenig behelfen. "Man kann das Telefonsymbol in einem Ordner verstecken", rät Klein. So finden gerade kleine Kinder es nicht so schnell. Der Flugmodus ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme. Ist er aktiviert, sind alle Telefon- und Datenverbindungen ausgeschaltet, und das Kind kann nicht versehentlich am Ende der Welt anrufen. Allerdings kommen in dieser Zeit dann auch keine Anrufe oder E-Mails an.

Eine dauerhafte Lösung ist die Nummernsperre. "Auslandsrufnummern und Sonderrufnummern lassen sich über den Provider sperren", sagt Falko Hansen vom Telekommunikationsportal "Teltarif.de". Der Nachteil: Ist doch einmal ein Anruf im Ausland fällig, muss die Sperre zunächst deaktiviert werden. Weitere Hilfe gibt es per App. In den Stores gibt es zahlreiche kostenpflichtige Programme, mit denen der Zugriff auf einzelne Bereiche des Telefons oder abgehende Anrufe erst nach Eingabe eines Codes möglich sind. Die Nutzerbewertungen sind aber durchwachsen.

Nutzer von Windows Phone 8 und höher können auf ihrem Gerät einen Modus namens "Kinderecke" einrichten. Hier können ausgewählte Programme für Kinder freigegeben werden. Auf die anderen Funktionen des Telefons und auf gespeicherte Daten hat der Nachwuchs keinen Zugriff. Zugang zum Internet ist nur sehr eingeschränkt möglich, auch Einkäufe im App-Store sind gesperrt. "Wenn ein spielendes Kind Zugriff auf das Smartphone hat, empfiehlt es sich, den Passwortschutz für den App-Store einzuschalten", rät Falko Hansen außerdem. Dann können die Kinder nicht versehentlich für eine Rechnung vom Appstore sorgen.
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