Ende für Steuertricks der Multis

Für internationale Konzerne soll es schwieriger werden, mit Briefkastenfirmen und grenzüberschreitenden Transaktionen den Fiskus auszutricksen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legte am Montag einen 15-Punkte-Plan gegen aggressive Steuergestaltungen und Gewinnverlagerungen vor. Damit sollen legale Schlupflöcher gestopft werden, die vor allem global agierende Konzerne wie Apple, Amazon, Google oder Starbucks zur Senkung ihrer Steuerlast legal nutzen. Die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer wollen das Paket diese Woche am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds in Lima beschließen.

Durch Gewinnverschiebungen - das sogenannte Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) - gehen den Staaten jährlich schätzungsweise bis zu 240 Milliarden US-Dollar verloren. Dies wollen die Wirtschaftsmächte nicht mehr hinnehmen. Multis verschieben Erlöse und Aktivitäten so lange von Hochsteuer- in Tiefsteuerländern hin und her, dass sie kaum oder keine Ertragsteuer zahlen. Dabei nutzen sie international nicht abgestimmte Steuerregeln, Briefkastenfirmen und nationale Rabatte.
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