Enormes Potenzial im Handel in Waldsassen und Weiden - IHK-Gremium tagt
Mehr Umsatz durch Tschechien

Das Schlechteste ist, nichts zu tun. Optimismus ist Pflicht.
Weiden. (cf) Das "Nachfragepotenzial" bei den tschechischen Kunden ist im Handel noch lange nicht ausgeschöpft. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des IHK Regensburg. Sie errechnet für Weiden ein jährliches Umsatzpotenzial von 13 Millionen Euro und für Waldsassen von 12 Millionen Euro.

Um hier ein Zeichen zu setzen, tagt das IHK-Gremium Weiden im Juli in Pilsen. Gremiums-Vorsitzender Gerhard Ludwig betonte, dass die Wirtschaftskraft von Pilsen ähnlich groß sei wie die von Regensburg. Ludwig skizzierte in der Gremiumssitzung am Donnerstag die Entwicklungschancen der "Heimatregion Nordoberpfalz". Sie weist im bayerischen Vergleich (3,0 Prozent) beim Bruttoinlandsprodukt ein unterdurchschnittliches Wachstum auf; Weiden 1,6 Prozent, Neustadt/WN 2,7 Prozent und Tirschenreuth 2,8 Prozent.

Wenige Akademiker

Bei der Akademikerquote (Bayern 12,6 Prozent) fällt die Nordoberpfalz weit ab: Weiden 6,1 Prozent, Neustadt/WN 4,4 Prozent und Tirschenreuth 5,4 Prozent. "Hier in der bayerischen Provinz lebt sich's gut", verwies Ludwig auf die hohe Lebens- und Vereinskultur, "die es andernorts nicht mehr gibt". Eine Diskussion löste die hohe Arbeitslosenquote von 7 Prozent in Weiden aus. Lothar Höher erinnerte an den Wegfall des verarbeitenden Gewerbes (PFA, Sonnenschein, Südwolle) und die finanziellen Belastungen für die Stadt durch Aufgaben als Oberzentrum.

Vorsitzender Ludwig nannte es "ein Kernproblem, dass die großen Unternehmen in Weiden keine Gewerbesteuer zahlen". Für dieses "Weidener Einnahmeproblem" sei leider keine Lösung in Sicht.
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